Irland Urlaub 2001
21: Craggaunowen
Craggaunowen ist ein gelungener Versuch, Irlands Vergangenheit lebendig werden zu lassen, und zwar die Vergangenheit der Kelten aus der Bronzezeit. Das Freilichtmuseum fängt zwar zuerst mit einer Turmburg aus dem 16. Jahrhundert an, geht aber schnell zum Prähistorischen über. Zu sehen sind ein rekonstruiertes Pfahldorf, ein Crannog, mitten im See. Das Fundament bildeten mehrere Lagen Stein, Buschwerk und Baumstämme, Holzpfähle, Sand und Erde. Um den Crannog herum wurde ein Palisadenzaun geflochten. Im Sommer lebten die Kelten mit ihren Familien und Tieren in den Pfahldörfern, und waren so gut vor Feinden geschützt. Neben einem Feld, Bohlenweg und Kochstelle, findet man auch ein Ringfort, das Winterquartier der Kelten. Es befindet sich auf dem Festland und besteht aus einem kreisrundem Erd- oder Steinwall. Zum guten Schluß kann man die „Brendan“ besichtigen, ein nachgebautes Schiff mit Lederrumpf aus dem 9. Jahrhundert. Da einer Sage nach der Mönch St. Brendan mit so einem Boot angeblich schon nach Amerika segelte, wollte ein verrückter Ire dies 1976 beweisen, und schaffte es nach einer zwei Jahre dauernden Reise tatsächlich, das „gelobte Land“ zu erreichen. Besonders schön an Craggaunowen sind die Führer und Darsteller, die in keltische Gewänder gehüllt agieren.
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©2001 by Nele & Markus Müller-Heidelberg
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